Lukas' letztes Jahr (Kurzgeschichte)
Ich erinnere mich, dass es in den Achtzigern bereits Zukunftsvisionen gab, die auf absehbare technische Entwicklungen Bezug nahmen, etwa Satelliten-Fernsehempfang und eine Vielzahl Fernsehsender.
Man sollte eine Kurzgeschichte schreiben, die das Thema Rente in einer utopischen Welt der 2090er Jahre aufgreift.
Mein Exposé für die Meta KI:
Schreibe mir eine Kurzgeschichte, die schildert, wie der Deutsche Lukas Helgør, geboren 1.7.2026, im Jahre 2096 über seine Rente nachdenkt. Tatsächlich ist die Rente etwas Archaisches geworden im utopischen Weltstaat, denn jeder arbeitet so lange er lebt. Moderne Medizin macht es möglich. Körperliche Arbeit wird von Robotern verrichtet.
Lukas' letztes Jahr
(erstellt mit der Meta KI)
Es war der 1. Juli 2096. Lukas Helgør wurde 70. Er saß auf der Dachterrasse seiner Wohneinheit in Husum-Sektor 7 und ließ die Füße baumeln. Unter ihm glitten die Ernteroboter lautlos über die alten Marschwiesen. Niedersachsen war längst ein Agrar-Cluster des Weltstaats Eurasia-North.
“Herzlichen Glückwunsch, Lukas”, summte sein Implanto. “Du erreichst heute die Kategorie ‘Senior Vital’. Deine Telomer-Therapie wird in 3 Stunden fällig. Prognostizierte Lebenserwartung: 142 Jahre.”
Lukas schmunzelte. 70. Früher, hatte sein Urgroßvater erzählt, war das mal ein magisches Alter gewesen. Rente hatte man das genannt.
Er rief das Archiv auf. Holoprojektionen flimmerten: Schwarz-weiß-Bilder von Männern mit Hüten, die auf Parkbänken Tauben fütterten. Ein Dokument von 2024, “Deutsche Rentenversicherung”. Lukas schüttelte den Kopf. Archaisch.
“Onkel Lukas, was machst du da?” Seine Großnichte Mila, 12, kletterte durch die Luke. Sie war Kuratorin für Permakultur-Drohnen. Mit 12. Natürlich. Arbeit begann, sobald man sprechen konnte. Und endete nie. Warum auch?
“Ich lese über die Rente, Mila.”
“Rente?” Sie zog das Wort in die Länge, als wäre es Alt-Hochdeutsch. “Das ist doch, wenn die Alten früher... aufgehört haben zu leben, oder?”
“Zu arbeiten”, korrigierte Lukas. “Mit 67 war Schluss. Man bekam Geld vom Staat. Fürs Nichtstun.”
Mila riss die Augen auf. “Aber das ist doch ineffizient. Und grausam. Einfach jemanden abschalten, weil sein Geburtstag eine Zahl erreicht?”
Lukas lachte leise. “So haben sie es nicht gesehen. Körper wurden alt. Medizin war schlecht. Und die ganze schwere Arbeit - auf dem Bau, im Feld - die haben Menschen gemacht. Knochen wurden müde. Roboter gab es nur in Fabriken.”
“Wie habt ihr dann Sinn gefunden?”, fragte Mila und setzte sich neben ihn. Unter ihnen setzte ein Med-Drohnen-Schwarm zur Landung an, um die Neuro-Backups der Sektorbewohner zu aktualisieren.
“Manche fanden ihn. Im Garten. Bei Enkeln. Viele aber...”, Lukas suchte nach dem alten Wort, “...wurden depressiv. Sie fühlten sich nutzlos.”
“Verstehe ich nicht”, sagte Mila. “Ich code heute Nachmittag die neuen Bestäubungsrouten für Schleswig. Danach habe ich Philosophiezirkel. Und du? Du bist doch Chef-Chronist für die Nordsee-Migration 2040 bis 2080. Die Welt braucht dein Gehirn.”
“Braucht sie”, nickte Lukas. “Seit der Zellverjüngung 2039 und dem Cortical-Mesh 2051 werden wir nicht mehr langsam. Wir werden besser. Ein 70-Jähriger hat heute die Erfahrung von drei Leben und die Reaktionszeit eines 20-Jährigen. Aufhören wäre Verschwendung.”
Er stand auf. Seine Gelenke - 2071 durch Carbon-Sehnen ersetzt - gaben keinen Laut.
“Weißt du, was das Verrückteste an der Rente war, Mila? Sie war zeitlich begrenzt. Man sparte 45 Jahre, um vielleicht 15 Jahre ‘frei’ zu sein. Und hatte Angst, dass das Geld nicht reicht. Heute gibt es kein Geld. Es gibt Credits für Kreativität, für Problemlösung, für Pflege. Solange du denkst, lebst du. Solange du lebst, gibst du.”
Mila legte den Kopf schief. “Bist du traurig, dass du nie Rente bekommst?”
Lukas sah über die Marsch. Am Horizont warteten die Windparks, deren Wartungs-KI er letzte Woche umgeschrieben hatte. In seinem Mesh blinkte bereits die nächste Aufgabe: “Oral History Projekt: Zeugen der Nationalstaaten. Start: 14:00.”
“Traurig?”, sagte er und legte Mila eine Hand auf die Schulter. Seine Haut war glatt, 20-jährig. Seine Augen hatten 70 Jahre gesehen. “Nein, Kleines. Ich bin erleichtert. Stell dir vor, man hätte mir mit 67 gesagt: ‘Danke, Lukas. Du wirst jetzt nicht mehr gebraucht.’”
Er drehte sich zur Luke. “Komm. Helf mir bei den Migranten-Interviews. Du kannst die alten Leute fragen, wie es war, als Arbeit noch ein Fluch war und nicht ein Privileg.”
Unter ihnen arbeiteten die Roboter weiter. Lautlos, unermüdlich. Und über ihnen arbeiteten die Menschen. Endlos. Und endlich frei.

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