40 Jahre Abitur - Teil 1
40 Jahre Abitur. Zu feiern am Freitag, den 12.06.2026, dem Tag meiner mündlichen Prüfung in Mathematik. Ja ja, 7 Punkte statt der gewohnten 12, daher 1,9 im Abi, ab 8 Punkte wären es 1,8 gewesen, ab 12 dann 1,7. Ich habe es längst überwunden, schließlich zog sich die Neigung zu Flüchtigkeitsfehlern durchaus durch meine ganze (Mathe-) Schulzeit. Vor Beginn der Zwölften fragte mich ein Mathematiklehrer, ob ich die Schule wechseln wolle, denn er fände mich nicht auf den Listen der Leistungskurse Mathe und Physik. Ich entgegnete, dass ich bei Englisch und Deutsch zu finden sei, was er völlig verdutzt zur Kenntnis nahm. Die Entscheidung war goldrichtig. So hatte ich eine sehr durchgehend schöne vollkommen stressfreie Zeit und Abi 1,9, die MINT-Version hätte mir epische Schlachten, Angstschweiß, Ausrutscher (wie dann in der Realität die "Mündliche") und allenfalls 2,3 beschert. Tja, beruflich bin ich heute (wieder mal) sehr in diesen Dingen drin, so dass mir die Erinnerungen sehr lebendig und präsent sind. Ohnehin bin ich der Meinung, dass der Schüler oder die Schülerin am besten..., aber lassen wir das, das ist Stoff für viele andere Artikel.
Schon hier zeigt sich, dass diese Angelegenheit für mich sehr persönlich ist. Nicht der Tag des Abiballs ist hier einschlägig. Der 13.6. wäre das.
Was war das für eine Zeit in den Jahren 1983 bis 1986? Dr. Helmut Kohl war Bundeskanzler, die deutsche Wirtschaft stand auf Autopilot, die Welt stand im Herbst 1983 zweimal am nuklearen Abgrund (was viel zu wenig bekannt ist). Zu notieren sind für 1986 die Explosion der Raumfähre Challenger und die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (damals in der Советский Союз). Besagter Dr. Helmut Kohl berief alsbald den "Schwarzen Mann von Frankfurt", den Strafrechtler Dr. Walter Wallmann zum ersten Umweltminister der Bundesrepublik Deutschland.
Kurioserweise hatten wir mit den Physikkursen einen Exkursion zum AKW Lingen getätigt, wo uns ein Beauftragter der VEW (Vereinigte Elektrizitätswerke) lang und breit die Segnungen der Kernenergie zu erklären wusste. Später meinte ein Mitschüler trocken, dass er sich diesen Mann vorknöpfen würde, wenn Lingen einmal hochginge.
Wie steht es mit der Popkultur? Im Jahr 1986 kam der Film Rocky IV heraus.
Ein Produkt ihrer Zeit, war die vierte Inkarnation der Rocky-Geschichte nicht viel mehr als ein überlanges Musikvideo. Zum Glück kam Sylvester Stallone vor ein paar Jahren, während der Corona-Krise auf die segensreiche Idee, diesen Fauxpas zu korrigieren und einen Director's Cut des Films vorzulegen, dieser hat diverse zusätzliche Szenen (Diskussion mit der Boxkommission, mehr Einblicke in Apollos Gedankenwelt), Albernheiten sind entfernt (der Roboter, die jubelnden Kids vor dem Fernseher), das Ganze hat viel mehr von einem traditionellen Rockyfilm als die Kinoversion. Mit Creed II, der vor wenigen Jahren herauskam, erhielt die Geschichte zudem eine hervorragende Fortsetzung.
Nennenswerte Filme des Jahres 1986 sind ferner "Fright Night", "Subway", "The Karate Kid Part II" (mit der Serie Kobra Kai in jüngerer Zeit kongenial fortgesetzt) und natürlich "Highlander". Ein Remake von Higlander soll in der Mache sein, auch dieses Franchise ist noch in aller Munde. "Star Trek IV - The Voyage Home" (Das ist der mit den Buckelwalen.) brachte den größten Erfolg des Star Trek Franchises, wenn auch in deutschen Landen erst 1987. Der Knüller von 1986 für (scheidende) Pennäler war natürlich "Ferris Bueller"s Day Off" mit Matthew Broderick.


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